Nachbericht - Lean Production

Nachbericht

Praxisseminar Lean Production in München

Praxisseminar Lean Production am 08.03.2018 in der Allianz Arena in München

Zahlreiche Teilnehmer fanden sich am 08.03.2018 in der Allianz Arena in München zum Praxisseminar mit dem Thema „Lean Production – Kennzahlen für die effiziente Produktion“ ein. Neben KruCon als Veranstalter, standen weitere namhafte Referenten der KION Group AG, Stricker GmbH & Co. KG, Keller HCW GmbH und LUKAS-ERZETT Vereinigte Schleif- und Fräswerkzeugfabriken GmbH & Co. KG mit Praxisvorträgen auf der Agenda. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Arenaführung.

Wie lässt sich das Top-Management nutzbringend in den operativen Lean-Approach einbinden?

Herr Dr. Michael Thierschmann (Vice President Operations, KION Group AG) hat mit seinem Vortrag eine Brücke zwischen dem Thema Kennzahlen und dem Management geschlagen. Durch den eingeführten Gemba-Walk, wurden die Management-Meetings direkt auf dem Shopfloor abgehalten, wodurch Probleme und Verbesserungen direkt vor Ort erkannt und diskutiert werden konnten. Ebenso kann sich ein Bild von der jeweiligen Kennzahlenlage gemacht werden.

Durch die Einführung der Gemba-Walks konnten spürbare Erfolge und Verbesserungen im Unternehmen erzielt werden. Die Akzeptanz durch die Führungsetage, führte zu einer erhöhten Motivation der Mitarbeiter und einer nachhaltigen Verbesserung der Unternehmens-Performance.

Zusätzlich zeigte Herr Dr. Thierschmann, anhand eines Beispiels aus der Luftfahrtindustrie, ein geeignetes Kennzahlen-Monitoring auf.

Täglich besser werden – Produktionssteuerung mit Kennzahlen

Auch die Stricker GmbH & Co. KG setzt auf regelmäßige und geplante Kommunikation im Unternehmen. Frau Christina Hellermann (Produktionsleitung) gab in ihrem Vortrag einen Einblick in die täglich stattfindende Regelkommunikation (kurz: ReKo). Diese Routine setzt sich bei Stricker aus dem Team der Produktion zusammen. Mit einem festgelegten Rahmen bietet diese eine Grundlage für effizientes Handeln. Diskutiert werden u.a. die Soll- und Ist-Zeiten, aufgetretene Probleme und die Planung des Folgetages. Abgeleitete Maßnahmen werden in einem Plan übernommen und nachgehalten.

Durch die Einführung der ReKo konnte die Fertigungszeit um 40% gesenkt und die Zufriedenheit der Mitarbeiter deutlich gesteigert werden.

KPS – Keller Produktion System

Das Hauptanliegen bei Keller HCW liegt in der Vermeidung von Verschwendung. „Wir vermeiden, alles das, was nicht vom Kunden bezahlt wird.“, so Herr Heiko Seiffert (Leiter Fertigung). Für die Zielerreichung wurden zunächst die Stärken und Schwächen der Fertigung herausgestellt. In einem Plan wurden entsprechend die Ergebnisse, was das Unternehmen gut und was ausgegliedert werden kann, festgehalten. Dieser Plan diente somit als Grundlage für die Planung von Veränderungsmaßnahmen. Die beteiligten Mitarbeiter, eingeteilt in Teammitglieder, Teamleader und Gruppenleiter, erhielten Schulungs- und Qualifizierungspläne.

Eine weitere Maßnahme umfasste eine Optimierung des Workflows. Hierbei wurde eine Struktur definiert und umgesetzt und der Materialfluss in der Fertigung optimiert. Ebenso erfolgte eine Neuanordnung der Arbeitsplätze.

Bei einem strategischen Workshop wurden erstmals Unternehmensziele definiert und auf die anderen Ebenen heruntergebrochen. Ebenso wurden KPIs zur Steuerung des Unternehmenserfolgs festgelegt.

Lean Production – Mit Kennzahlen führen,optimieren und motivieren

Herr Thomas Polinski (Technischer Geschäftsführer, LUKAS-ERZETT Vereinigte Schleif- und Fräswerkzeugfabriken GmbH & Co. KG) ging in seinem Vortrag zunächst auf das Ziel einer Kennzahl ein. Durch zuvor festgelegte Unternehmensziele, wie Kostensenkung oder Umsatzsteigerung lassen sich die Kennzahlen Arbeitsproduktivität, Anlageneffizienz, Stückzahl oder Umsatz ableiten.

Für eine erfolgreiche Umsetzung im Unternehmen, gilt es die Mitarbeiter zu sensibilisieren. Dazu gehört auch die Einbindung des Betriebsrates. Durch eine Regelkommunikation wurden innerhalb festgelegter Gruppen, Probleme direkt angesprochen und Lösungen erarbeitet. Erfolge werden zudem sichtbar und kommuniziert und tragen somit zur Motivation der Mitarbeiter bei. Eine weitere Motivation basiert auf der eingeführten Prämierung der Zielerreichung.

Von Zielen zu Kennzahlen – der Weg zur effizienten Steuerung

Basierend auf den drei Grundprinzipien: Verstehen, wahrnehmen und reagieren, für den Einsatz von Zielen und Kennzahlen, leitete Herr Markus Krüger (Geschäftsführer, KruCon) in seinem Schlussvortrag die Bestandteile erfolgreicher Kennzahlensysteme ab. Anhand von Praxisbeispielen wurde die Umsetzung verdeutlicht und Impulse für das eigene Ziel- und

Kennzahlensystem aufgezeigt.